Fahrerflucht zu „Fuß“

Der Landwirt Josef P. lässt sich gern ein paar Bier schmecken. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, mit dem Auto zu fahren. Er steht daher bereits im Visier der Polizei. Als er eines Tages wieder einmal im Dorfgasthaus zecht, lauert draußen bereits die Polizei. Nachdem er das Gasthaus verlassen und mit seinem Auto die Heimfahrt angetreten hat, nimmt diese die Verfolgung auf. Nach kurzer Strecke bemerkt Josef P. die Polizei hinter sich. Er entscheidet sich zur Flucht „nach vorne“: Josef P. tritt aufs Gas!

Durch die rasante Fahrweise (und vermutlich auch durch den Alkoholkonsum) braucht Josef P. viel Platz: Beide Fahrbahnhälften, beide Bankette werden von ihm „genutzt“, und nach dem Abbiegen zu seinem Hof auch die Böschungen seitlich des Güterweges. Mit Vollgas braust Josef P. zu seinem Bauernhaus, dicht gefolgt von der Polizei. Im Innenhof springt er aus dem Wagen und läuft schnurstracks in das Nebengebäude. Die Polizisten – nun mit einer Taschenlampe „bewaffnet“ – setzen die Verfolgung ebenfalls zu Fuß fort. Obwohl Sie Josef P. nicht durchgehend im Sichtfeld gehabt haben, können Sie ihn schließlich einige Räume weiter endlich „stellen“!

Die Kontrolle der Atemluft ergibt einen „saftig“ überhöhten Wert. Josef P. wird der Führerschein abgenommen. Den Bescheid, mit dem der Führerscheinentzug behördlich ausgesprochen wird, bekämpft Josef P. mit Berufung an den unabhängigen Verwaltungssenat. Josef P. bestreitet, dass er mit dem Auto gefahren sei. Der Fahrzeuglenker sei jemand anderer gewesen, den die Polizei in den Nebenräumlichkeiten des Bauernhofes aus den Augen verloren habe!

Diese Angaben werden von Josef P. auch im Rahmen der mündlichen Berufungsverhandlung vor dem unabhängigen Verwaltungssenat gemacht. Nachfolgend wird der erste der Polizeibeamten einvernommen. Dieser gibt an, 100%-ig sicher zu sein, dass Josef P. der Fahrzeuglenker gewesen sei. Auf den Vorhalt des Vorsitzenden, wie er sich darüber so sicher sein könne, wenn es keinen durchgehenden Blickkontakt gegeben habe, folgt die für alle einleuchtende Erklärung: Jene Person, die er im Gebäude „stellen“ konnte, hatte nur einen “Schlapfen” an den Füßen; der zweite “Schlapfen” befand sich neben der offenen Fahrertür im Morast des Innenhofes ……

Die Berufung wurde schließlich abgewiesen. Von einer Anrufung des Verwaltungsgerichtshofes hat Josef P. Abstand genommen.

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Wichtige Information

„Sehr geehrte Damen und Herren,

wir dürfen Sie darüber in Kenntnis setzen, dass unser (früherer) Firmenwortlaut Zauner Mühlböck & Partner von unbekannten Personen in betrügerischer Absicht rechts- missbräuchlich verwendet bzw. ausgebeutet wird.

Im Netz grassiert mit dem (früheren) Namen unserer Kanzlei ein Vertrag in englischer Sprache („mutual agreement“), der angeblich von einem gewissen Dr. Gerald Zauner bzw. unserer Kanzlei erstellt worden sein soll. Faktum ist, dass dieser Vertrag – offen- bar abgeschlossen zwischen einem Herrn Richard Grom, Hamburg, und einer Frau Nadine Vayre, Bordeaux – nicht von unserer Kanzlei verfasst wurde und uns auch der Verfasser unbekannt ist, weder stammt der verwendete Stempel von unserer Kanzlei, noch die Unterschrift von Dr. Gerald Zauner.

Wir haben wegen des Verdachtes des Betruges bereits Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Linz erstattet.“